17. – 24.9.
6 Grappas (Alfi, Ewald, Frank, Franz, Michi und Robert) machen sich auf den Weg in den Süden.
17.9.
Anreise Tag 1. Nach wie gewohnt pünktlicher Abfahrt um 9 Uhr von der Raststelle Guntramsdorf, gabeln wir fünf noch Franz in Bad Fischau auf. Zur Sicherheit sind wir schon in Regenkleidung, da es zu Beginn in Wien noch geregnet hat. Aber bis kurz vor Kärnten bleibt es trocken. Die Entscheidung, jetzt die Autobahn zu verlassen und auf kleineren Straßen weiter zu fahren, wird gleich mit einem netten Regenguß beantwortet. Also zurück auf die Autobahn und im Regen durch Kärnten bis zur Pause am Wörthersee. Ab hier bleibt es dann zum Glück trocken bis zu unserem Ziel in Lienz.
481km
18.9.
Anreise Tag 2. Über Sillian nach Italien, durch Cortina und dann hinauf auf den Passo Falzarego, Passo Valparole (hier hat es auf 2100m 8°). Dann über das Grödner Joch und im leichten Regen über das Sella Joch. Durch das Etschtal bis Trient und ein kleines Stück auf den Monte Bondone. Weiter bis Riva del Garda und dann im Kolonnenverkehr bis Limone sul Garda.
326km
19.9.
Route Gardasee Ost. Heute herrscht perfektes Wetter. Am Morgen noch ein wenig frisch, aber dann tagsüber bis 26°. Viele Kurven, kleine schmale Straßen mit wenig Verkehr. Es geht durch den Parco Naturale Regionale della Lessinia. Beim Passo Fittanze machen die Offroader einen ersten kleinen Ausflug ins Gelände. Wir sehen das Südende des Gardasees. Zurück dann über den Monte Baldo.
258km
20.9.
Route Gardasee West. Die heutige Route wird die Seen-Tour. Am Plan stehen der Lago d’Idro, der Lago d’Iseo und noch der Lago di Ledro. Am Passo di Croce Domini teilen wir uns und die Offroad-Abteilung fährt eine Schotterpassage über die Tre Valli-Höhenstraße und anschließend noch auf den Passo Tremalzo. Der Rest nimmt die sehr schön zu fahrende Abfahrt vom Passo die Croce Domini. Ein kurzer Regenguss, aber kaum das wir unsere Regenjacken angezogen haben, ist der Regen auch schon wieder vorbei. Treffpunkt ist im Hotel.
272km
Abendbeschäftigung in Limone sul Garda.
21.9.
Route Gardasee Ost 2. Heute starten nur 5 Grappas. Alfi legt einen Ruhetag ein, um seinem Rücken eine kleine Pause zu gönnen. Dafür darf er vom Hotel aus gleich Telefonsupport machen. Ein kleines Tankhoppala sorgt für einen ungeplant langen Tankstopp.
Danach nimmt die Offroad-Fraktion den Passo d’Ere von Tignale nach Costa in Angriff, sowie die Dosso-Alto-Höhenstraße die von Anfo am Idro-See über mehrere Pässe bis zum Maniva-Pass führt. Michi und Robert nehmen stattdessen einen kleinen Teil der geplanten Nordroute unter die Räder (Passo Durone und Tremalzo). Zum Abschluß wird noch die Brasa-Schlucht durchfahren und in Tremosine auf der Terrazza del Brivido ein Espresso und die Aussicht auf den Gardasee genossen.
167km
Nachdem sich Robert entschlossen hat, für den Rest des Tages den Begleitschutz für Michis rekonvaleszente GS zu machen, machen sich Franz, Frank und Ewald zu einer rd. 170 km Runde auf, die auch – wen verwunderts? – Schotterstraßen enthält. Mitten in Limone zweigt die sehr kurvenreiche SP 115 ins Hinterland ab, die gleich, nach ein paar Serpentinen, wunderschöne Ausblicke auf den Gardasee im Talon hält. Über Fucine und Vesio, durch etliche Touristenfahrzeuge leider beeinträchtigt, führt die SP 38 nach Tignale wieder in Seenähe. Kaum feuchte Luft geschnuppert, schlagen die drei den Weg zum Passo d’Ere ein. Er ist Teil eines Netzes alter Militärstraßen, von dem jedoch leider der größte Teil inzwischen gesperrt ist. Luftreduziert lässt sich die fein geschotterte Strecke, die auch vereinzelt von Wanderern benützt wird, sehr gut bewältigen. Über Costa und Navazzo gelangt man zur SP 9, die entlang des Lago di Valvestino führt und gefährlich nach Kurven süchtig macht. Idro wird genutzt, um die Reifen wieder mit dem empfohlenen Druck zu füllen und die Fahrer kulinarisch zu verwöhnen. In Anfo hat die Dosso-Alto-Höhenstraße ihren Ausgangspunkt. Während die schmale, aber asphaltierte Ostrampe mit ihren vielen Kehren und Kurven auch für Fahrer von Straßenmaschinen einen Leckerbissen darstellt, ist die Fortsetzung eher für Enduristen interessant: Das ehemalige Militärsträßchen, das durch drei Tunnel und über insgesamt fünf Pässe führt, ist noch zum Teil geschottert und verläuft stellenweise sehr ausgesetzt und ohne Randsicherung an der Felswand entlang. Dichter Nebel und einsetzender Nieselregen schränken die Sichtweite jedoch auf max. 10 m ein. Wetterbesserung stellt sich aber bereits bei der Abfahrt vom Passo del Maniva zum Idrosee wieder ein, so dass die interessante Westrampe des Passo dell‘ Ampola wieder besten Gripp zu bieten hatte. Nach dem Sturzflug durch den 5 km langen Tunnel nach Riva kommt die Strecke nach Limeone gerade recht, um die Bremsscheiben abzukühlen.
Danke an Robert und Ewald für Bilder und Texte.
22.9.
Gardasee Ost 2, 2. Versuch. Durch den üblichen Morgenverkehr in Riva del Garda, Torbole und Rovereto ist unser erster Pass der Passo Pian delle Fugazze. Dann sollte der Passo Xomo folgen, aber ein Sackgassen-Schild und ein Hinweis auf eine Sperre nach 8km hindert uns zuerst daran und wir fahren weiter. Aber bei einer kurzen Nachdenkpause mit Überprüfung einiger verfügbarer Informationen beschliessen wir, es doch zu versuchen und fahren wieder zurück. Und tatsächlich ist am Pass nur eine Nebenstraße für den Verkehr gesperrt. Später kommen wir über den Passo Borcola, dann den Passo Coe und Passo Valbona. Nach Asiago geht es über unzählige Tornanti auf den Passo di Vezzena und über die Kaiserjägerstraße. Der weitere Rückweg führt noch über den Passo delle Fricca und den Passo del Sommo, vorbei am Castel Beseno wieder über Rovereto nach Limone.
294km
23.9.
Heimreise Teil 1. Genauso wie gestern fahren wir über den Passo Pian delle Fugazze. Als Highlight des Tages folgt dann der Monte Grappa. Über 28 Kehren geht es bis auf 1750m. Beim Schild zu Auffahrt müssen wir natürlich ein Gruppenfoto machen. Danach führen die Straßen eher nur durch kleinere und größere Dorfer und Städte. Baustellen wo nicht gebaut wird und gefühlt alle 100m ein Radarkasten bremsen die Weiterfahrt. Noch ein kurzer Stopp für einen Espresso vor den letzten beiden Pässen auf italienischer Seite, den Passo San Antonio und den Passo Monte Croce. Schließlich erreichen wir nach 18:00 endlich Sillian.
329km
24.9.
Heimreise Teil 2. Bei bestem Wetter fahren wir durch das Drautal, über den Katschberg, Obertauern und Schladming Richtung Osten. Nach Gesäuse und Wildalpen nehmen wir noch das Niederalpl mit bevor wir einen letzten Stopp in Mürzzuschlag einlegen. Von hier geht es dann bald auf die A2, wo sich die Wege der sechs Grappas dann nach und nach trennen.
516km
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